Asbestentsorgung Kosten

kompetenter Mitarbeiter von Argolon trägt chemischen Schutzanzug

Asbestentsorgung Kosten

KOSTEN BEI DER ASBESTENTSORGUNG

Asbesthaltige Materialien und ebenso normale Baumaterialien mit Asbestanhaftungen müssen fachgerecht entsorgt werden. Dazu werden diese Materialien vor Ort luftdicht eingepackt, die Verpackungsmaterialien faserfrei gemacht und auf einer Deponie eingelagert. Eine Verwertung bzw. Aufbereitung von Asbest ist nicht möglich.

Die größten Kostenfaktoren bei dem Umgang mit dem Asbest, ist dessen fachgerechter Rückbau. Hierbei entstehen erhöhte Aufwendungen für technischen, organisatorischen und persönlichen Arbeitsschutz beim Rückbau von asbesthaltigen Materialien.

So sind beispielsweise spezielle Unterdruckhaltungsgeräte und Einhausungen zu schaffen, in denen die asbesthaltigen Materialien zurückgebaut werden können. Weitere Mehrkosten resultieren aus den intensiven Nachreinigungsarbeiten der Bereiche in den Asbestbaustoffe beseitigt wurde.

Die reinen Entsorgungskosten für Asbest variieren je nachdem ob es fest- oder schwachgebundener Asbest ist. Eine Richtspanne ist ca. 150 – 170 EUR / Tonne für die Entsorgung von asbesthaltigen Materialien.

GEFAHREN VON ASBEST

Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr als 1000 Menschen an Asbest-Belastungen. Besonders asbestbelastet sind die Berufsgruppen der Schlosser, Schweißer, Elektriker, Installateure, Dachdecker, Sanierer. Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt hat auch ein spezielles Gesundheits-Nachsorgeprogramm.

Das faserige und sehr widerstandsfähige Mineral kann Asbestose, Lungenkrebs und Rippenfellkrebs auslösen, ein sogenanntes Mesotheliom. Asbest ist extrem beständig: Es löst sich in Säuren oder Laugen praktisch nicht auf. Es schmilzt erst bei sehr hohen Temperaturen. Und der Körper kann es nicht biologisch abbauen: Die Lunge und das umliegende Gewebe sind insgesamt kaum in der Lage, diese aufgenommenen Fasern wieder abzubauen oder auszuscheiden. So wird Asbest zum Auslöser chronischer Entzündungen. Das Gewebe reagiert mit Vernarbung, was in der weiteren Folge zu einer Asbestose oder einem Krebs führen kann.

Grundsätzlich muss jedoch in fest- und schwachgebundenen Asbest unterscheiden. Bei fest in der Matrix vorhandenen Asbestfasern ist eine Freisetzung nur in sehr geringem Umfang gegeben, weswegen hieraus nicht ein unmittelbares Risiko erwächst. Erst bei der mechanischen Beanspruchung von festgebundenem Asbest können sich Fasern freisetzen, die in der Folge eingeatmet werden können. Schwachgebundener Asbest hingegen sondert auch im Ruhezustand lungengängige Fasern ab, so dass hier das Risiko um ein Vielfaches höher liegt.

Aufgrund der sehr guten bauphysikalischen Eigenschaften wurde es viele Jahrzehnte als Baumaterial zum Brandschutz und zur Isolation verwendet.

Aufgrund der sehr langen Verwendungsdauer des Baumaterials einerseits und einer sehr langen Latenzzeit (Zeitraum vom Beginn der Einwirkung bis zur Erkrankung) von 20 Jahren und mehr sind viele Berufstätige und Handwerker von dem Risiko betroffen. Da sich Asbestfasern von asbesthaltigen Baustoffen frei lösen können, sind in betroffenen Objekten alle Nutzer dem Risiko ausgesetzt, lungengängige Fasern einzuatmen.

In älteren Gebäuden oder Geräten sind vielfach noch asbesthaltige Materialien verbaut.
Wegen der erheblichen Gesundheitsgefahr wurde die Verwendung jedoch stark eingeschränkt. Seit 1993 ist Anwendung und der Verbau von Asbest in Deutschland generell verboten.

Asbest

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Asbest

ALLGEMEINES ÜBER ASBEST

Asbest als natürlicher Rohstoff wurde in der Vergangenheit vielfach wegen seiner positiven Eigenschaften wie z.B.:

  • Hitzebeständigkeit, 
  • Reiß- und Zugfestigkeit, 
  • hohe thermische und elektrische Isolationswirkung,
  • niedrige Rohstoffkosten

angewendet.

Typische Anwendungsbereiche sind:

  • Brandschutz (Brandschutzmatten, – platten, – mörtel, Isolierputze, Spachtelmassen, Pappen und Schnüre)
  • Wärme- und Elektroisolation (Fugenverfüll- und Dichtungsmassen)
  • bautechnische Produkte (Wellplatten, Kanal- und Lüftungsrohre)

Die Gesundheitsgefährdung der schwach- oder festgebundenen Asbestprodukte entsteht durch:

  • kritische Fasergröße Länge L > 5µm
  • Dicke D < 3µm
  • Verhältnis L:D > 3:1

Dies bedeutet, dass eingeatmete Fasern von der Lunge nicht wieder ausgeschieden werden können. Stattdessen verweilen und verkapseln die Fasern in der Lunge, was zu langfristigen Erkrankungen führen kann.

Die langfristigen Folgen sind: Asbestose, Lungenkrebs, Rippen- und Bauchfellkrebs.

Die Asbestose ist eine Krankheit der Lunge und gehört zu den so genannten Pneumokoniosen (Staublungenkrankheiten). Sie entsteht durch den vorgenannten eingeatmeten Staub von Asbestfasern. Je nach Dauer der Exposition und Konzentration der Asbestfeinstäube sowie persönlicher Disposition führen eingeatmete Asbestpartikel nach einer Verzögerung von 15 bis 20 Jahren zu einer Fibrosierung (Vernarbung) des Lungenparenchyms in sehr unterschiedlichem Ausmaß.

ASBEST ERKENNEN UND PRÜFEN

Mögliche Asbestbelastung können an Bauteilen bereits über ihren Errichtungszeitraum oder ihren Verwendungszweck eingegrenzt werden.

Zur zweifelsfreien Bestimmung werden Materialproben laborativ mit einem Rasterelektronenmikroskop untersucht um hieraus die Erkenntnisse zu gewinnen, ob kritische Fasern vorliegen. Dies werden wie folgt definiert:

  • kritische Fasergröße Länge L > 5µm
  • Dicke D < 3µm
  • Verhältnis L:D > 3:1

Diese Fasergrößen können mit der Atemluft eingeatmet werden und in den Aveolen verkapseln, was langfristig zu einer Asbestose oder Lungenkrebs führen kann.

Darüber hinaus können mögliche Belastungen der Raumluft mit lungengängigen Fasern mittels Raumluftmessungen erfolgen. Hierbei werden goldbedampfte Porenfilter eingesetzt. Über einen definierten Zeitraum von 8 h wird mit konstanten Luftstrom der Porenfilter durchströmt und dieser danach mit der gleichen Technologie (Rasterelektronenmikroskop) untersucht. Durch diese indirekte Methode lassen sich auch Rückschlüsse auf asbesthaltige Materialien treffen. Zudem kann hieraus abgeleitet werden, ob Sanierungsmaßnahmen erfolgreich durchgeführt worden oder ob eine umgehende Nutzungseinschränkung stattfinden muss.